Wo Erde lebendig wird und Laub Geschichten erzählt

Diese Ausstellung lädt dazu ein, die Schönheit der Natur auf eine ganz besondere Weise zu entdecken. Im Sinne der Harmlosen Kunst werden ausschließlich bereits natürlich abgegebene Materialien verwendet. Dabei wird bewusst darauf verzichtet lebende Pflanzenteile aus der Natur aktiv zu entnehmen. Alle Kunstwerke wurden mit Erde und Laub gestaltet.

Für die Erdfarbe wird gesammelte Erde zunächst getrocknet, fein gemörsert und mehrfach gesiebt. Um eine Farbe herzustellen, wird das Erdpulver mit einer kleinen Menge Wasser vermengt. Dieser zeitaufwendige Prozess bringt Wertschätzung gegenüber der Natur auf. Das Malen mit Erde stellt eine Herausforderung dar, weil sich jede Erdfarbe auf dem Glas anders verhalt.

Außerdem wurde auch mit Laub gestaltet. Gesammelte Blätter werden zunächst eingeweicht, anschließend gepresst und getrocknet, danach werden diese zugeschnitten und in verschiedene Formen gebracht. Zur Befestigung des Laubs an der Rückwand werden natürliche Bindemittel, wie Kleber aus Kastanien oder Baumharz verwendet oder es wird mit Haaren vernäht.

Die gezeigten Kunstwerke wurden von Studierenden der Evangelische Hochschule Nürnberg aus den Studiengängen Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik gestaltet. Dies fand im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Harmlose Kunst – pädagogisches Arbeiten mit Naturmaterialen“ als Teil des „Studium Generale“ – Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Bildung in Verantwortung statt. Das Seminar wurde geleitet von Anna Hielscher. Sie ist freischaffende Künstlerin, Kunst- und Nachhaltigkeitspädagogin und Gründerin der Harmlosen Kunst.

Auch die Gestaltung der Vernissage und Öffentlichkeitsarbeit rund um Vernissage und Ausstellung waren Teil der Lehrveranstaltung, um den Studierenden einen ganzheitlichen Einblick in das kunstpädagogische Arbeiten und Präsentieren zu ermöglichen.

Einladung zur interaktiven Vernissage
Mittwoch, 15. April 2026, 15:30 – 16:30

in der Evangelischen Hochschule / Cafeteria
Bärenschanzstraße 4, 90429 Nürnberg (barrierefrei)

Moderation: die Studierenden des Seminars „Harmlose Kunst – pädagogisches Arbeiten mit Naturmaterialien“ und Anna Hielscher, Lehrbeauftragte, freischaffende Künstlerin, Gründerin der Harmlosen Kunst

Die Vernissage lädt zum aktiven Entdecken der Kunstwerke ein – mitmachen erlaubt! Es gibt einen kleinen Imbiss und Getränke.

Einladungskarte (pdf)

Ausstellungsdauer und -ort
Evangelische Hochschule Nürnberg
Eingang Bärenschanzstr. 4, Cafeteria und Treppenhaus
Sommersemster 2026
montags – freitags, 8.00 – 18.00 Uhr
Kontakt: Anna Hielscher, info@harmlose-kunst.de

Blättermeer

Unser Bild heißt Blättermeer, weil uns die Ideen für die verschiedenen Pflanzen und Tiere oft erst durch das Aussehen jedes Blattes kamen. So ist unsere kleine Unterwasserwelt immer mehr zum Leben erwacht. Beim Erstellen des Bildes hat es uns besonders Spaß gemacht zu fantasieren, wer dort sein Zuhause hat und wo.
Werk, Bild und Text:
Jule & Patricia

Natürlich im Rausch

Unser Kunstwerk „Natürlich im Rausch“ möchte den Kunstinteressierten die Freiheit geben, sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und zu hinterfragen, was das Bild mit einem macht.

Werk, Bild und Text:
Gabriela & Xenia

Zwischen Hell und Dunkel

In unserem Bild geht es um den Übergang zwischen Gegensätzen wie Sonne und Mond sowie Licht und Dunkelheit.
Die Quallen stehen dabei für das Treiben lassen und dabei, dass man nicht immer eine feste Richtung haben muss. Die organischen Formen verbinden alles miteinander und zeigen, dass Gegensätzen oft näher zusammengehören, als man denkt.

Werk, Bild und Text:
Celine & Soley & Emma

Weniger ist Meer

Unter der Wasseroberfläche erstreckt sich eine Welt voller Leben! Man braucht viele Blicke um alle Details und Lebewesen zu erkennen, die sich überall verbergen.

Werk, Bild und Text: Marlen & Elisa

Zwischen Erde und Leben

Wir haben ein Porträt gestaltet, bei dem wir Naturmaterialien kreativ eingesetzt haben. Eine Hälfte des Gesichts besteht aus echten Laubblättern, die die Lebendigkeit und Vielfalt der Natur darstellen, die andere Hälfte wurde mit Erde gemalt und symbolisiert die Verbindung zur Herkunft und zum Boden. Durch diese Kombination wollten wir den Gegensatz und zugleich die Einheit von Erde und Leben zeigen. Unser Werk trägt den Titel „Zwischen Erde und Leben“, da es genau diese Verbindung sichtbar macht.

Werk, Bild und Text:
Melike & Melisa

Vierecke als durchgehende Konstante (1)

Unsere Faszination mit Vierecken hat sich durch beide Bilder durchgeführt. Bei dem kleinen Bild, wurden die Rechtecke durch diverse bunte Blätter in Konstellation gebracht und diese durch gleichgroße Zuschnitte, in jeweils vier Reihen angeordnet, wobei ein Blatt beabsichtigt sich gegen diese durchgehende Anreihung stellt. Unterschiedlich aber doch in Harmonie.

Vierecke als durchgehende Konstante (2)

Die Rechtecke zeigen sich auch durch das zweite Bild. Hierbei wird ein Comic in 5 Panels über einen Baum der seine Blätter im Laufe dieser verliert gezeigt. Die Panels werden in ihrer Form noch einmal von kleinen Rechtecken umrahmt und spiegelt wiederum das andere Bild. Wobei diese Geschichte von kleinen Rechtecken unterstrichen wird. In der Lücke, punktuell drüber und drunter.

Werk, Bild und Text:
Ashton & David & Merle

Aus der Tiefe des Bodens geboren, kehrt alles zurück
Es öffnen sich drei weiße Fenster – jedes ein eigener Blick, jedes eine eigene Stille. Im ersten breitet sich ein Ast aus, umgeben von Blättern, die er längst losgelassen hat. Das zweite zeigt ein einzelnes Blatt, dessen Adern noch sichtbar sind – als ob die Form überdauert, wenn das Leben schon gegangen ist. Im dritten begegnet dasselbe Blatt sich selbst: einmal greifbar, einmal als bloßer Umriss. Ein Kunstwerk, welches wir nicht besitzen, sondern mit dem wir die Natur für einen Moment ehren wollen.

Werk, Bild und Text: Katharina & Cassandra & Carolin

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