Laub pressen – Tipps & Tricks

Eine Frage von Druck, Feuchtigkeit, Zeit und dem „richtigen“ Zeitpunkt: Wir erklären, wie das Pressen von Laub gelingt und welche Tricks sich bewährt haben – ganz ohne Spezialwerkzeug. So entsteht glattes, stabiles Laub für ganz viel Harmlose Kunst!

Auch bei der Gewinnung der Rohstoffe soll es so harmlos wie möglich zugehen – daher benutzen wir nur Laub das bereits abgefallen ist, z.B. im Herbst, bei einem Sturm oder bei notwendigen Baumpflege-Arbeiten. Dementsprechend haben die Blätter auch unterschiedliche Farben und Eigenschaften bei der weiteren Verarbeitung.

Laub-Spenden: Für unsere pädagogische Arbeit freuen wir uns sehr über Spenden von gespresstem Laub, besonders von Platane, Buche, Ahorn, Linde, Pappel, Silberpappel, Haselnuss, Walnuss und Kirsche. Je größer die Blätter desto besser, ab ca. 7×7 cm.
Wegen Reizstoffen bzw. Giftigkeit bitte kein Efeu und Kirschlorbeer!

Absprachen zu Versand / Übergabe bitte an kontakt @ harmlose-kunst.de.

Unsere Tipps & Tricks aus der Praxis

1) Sammeln statt pflücken – Harmlose Materialbeschaffung
    a) Herbst (Farben bleiben nur teilweise erhalten)
    b) nach Regen oder Sturm (Feuchtigkeit beachten – ggf. mehrfach umschichten)
    c) Gartenabfälle / Grünschnitt / Baumpflege (Feuchtigkeit beachten – ggf. mehrfach umschichten)

2) Sicherheitshinweise
    a) allg. Hygiene, Verunreinigungen (sauberes und frisch gefallenes Laub, Hundepipi vermeiden, lieber im Garten als am Straßenrand)     b) ungiftige Pflanzen (z.B. kein Kirschlorbeer, Efeu, Pfaffenhütchen)
    c) Schimmel ist gesundheitsgefährdend – entsorgen und vermeiden (siehe Feuchtigkeitsmanagement)!

3) Werkzeuge
    a) Bücher (saugfähiges Papier, kein Glanzpapier)
    b) Pflanzen- / Buchpresse
    c) Zeitschrift für unterwegs → zum Trocknen und Pressen dann umschichten

4) Ablauf
    a) Laub sammeln
    b) in Bücher / Presse einlegen (ggf. mit Beschriftungen / Markierungen zum wiederfinden). Kein Küchenkrepp benutzen, da sich die Prägung auf das Blatt überträgt. Je feuchter das Rohmaterial, desto mehr Seiten sollten dazwischen sein, um die Feuchtigkeit aufzunehmen. Auch bei dicken Stielen lieber mehr Papier dazwischen.
    c) ungefähr alle drei Tage stichprobenartig kontrollieren
         dabei besonders darauf achten ob Laub und Papier eher trocken sind
         in trockene Bücherumschichten falls es noch zu feucht ist. Die feuchten Bücher auch trocknen, z.B. auf der Wäscheleine
    d) Lagern des getrockeneten Laubs, z.B. in Heften oder Büchern
         Restdruck verhindert nachträgliches kräuseln

5) künstlerische Verarbeitung
    a) Schneiden mit Schere / Cutter bzw Stanze mit Motiv-Stanzern
    b) Kleben mit Kastanienkleber (hier geht’s zum Rezept)
    c) Falten (besonders gut geeignet sind dafür dünne Laubarten, z.B. herbstgelber Ahorn oder Haselnuss)

    d) 3D-Pressen (z.B. um 90 Grad gefaltet an einem Tischbein; beim Trocknen behält das Blatt den Winkel)

    e) Laubkonfetti mit Motiv-Stanzern

Zusatztipp: Bereits getrockenetes Laub kann man auch nach Monaten einweichen und somit wieder flexibel machen → zum Flachpressen, in Form trocknen oder falten 🙂

Zusatztipp: Laub beim Fallen beobachten und aus der Luft fangen – dann hat man ein Blatt das noch nie den Boden berührt hat!

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